Grosszügige Eckenstein-Geigy-Stiftung ermöglicht Fortschritte in der Kindermedizin
Mittwoch, 15.06.2011

Grosszügige Eckenstein-Geigy-Stiftung ermöglicht Fortschritte in der Kindermedizin

Mit 15 Mio. Franken fördert die Eckenstein-Geigy-Stiftung die dringend nötige Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche. Für die Dauer von vorerst zehn Jahren werden am Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB eine «Eckenstein-Geigy-Forschungsprofessur für Pädiatrische Pharmakologie» sowie eine Abteilung für Klinische Pharmakologie in der Pädiatrie eingerichtet. Heute bestehen in der Kinderpharmakologie noch bedeutende Wissenslücken und Risken: Sehr viele an Kinder verabreichte Arzneimittel wurden nicht so umfänglich geprüft, wie dies in der Erwachsenenmedizin Standard ist.

Die grosszügige Gabe zur Einrichtung einer Forschungsprofessur und einer klinisch-pharmakologischen Abteilung innerhalb der Kinderheilkunde wird wesentlich dazu beitragen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Aufnahme und Wirkung von Medikamenten bei Kindern und Jugendlichen zu gewinnen. Dieses Wissen ist dringend erforderlich, sind heute doch noch 50 bis 90 Prozent der an Kinder und Jugendliche verabreichten Medikamente nicht für diese Altersgruppe auf Wirkung und Sicherheit ausreichend ausgetestet.


Vernetzung und Synergien
Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit pädiatrischen Kliniken anderer Universitäten in der Schweiz. Es sind auch internationale Vernetzungen vorgesehen, insbesondere mit der Universität von Oxford (England), mit welcher im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin eine enge Zusammenarbeit aufgebaut wird. Die «Eckenstein-Geigy-Abteilung für Pädiatrische Pharmakologie» könnte durch ihre Einzigartigkeit in der Schweiz für dieses Fachgebiet eine Vorreiterrolle für die Schweiz und weite Teile Europas übernehmen. Angesichts des exzellenten biomedizinischen und pharmazeutischen Umfeldes in Basel bestehen für diese Initiative ausgezeichnete Bedingungen und Möglichkeiten für Synergien.

 

Für weitere Informationen: www.unibas.ch